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Frauenkrankheiten - Endometriose, Zysten, Myome + PMS

 

WAS IST ENDOMETRIOSE ?

 

Bei der Endometriose entwickeln sich Endometriumszellen, Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Oft ist das entweder an den Eierstöcken oder im Bauchraum.

Diese außerhalb gelegenen Endometriumszellen reagieren auf den weiblichen Zyklus und seine Hormone. Während jeder Menstruation bluten auch sie mit und werden vorher größer.

Befinden sich diese Zellen  im Bauchraum, dann kann das Blut nicht richtig abfließen und genau das kann zu extremen Schmerzen führen.

 

Endometriose, Zysten und Myome entstehen aus TCM Sicht durch Blutstagnation. Darunter versteht man die Ansammlung von Blut an unphysiologischen Stellen im Körper.

Blut und Qi (Energie) Fluss im Körper werden behindert und dadurch bilden sich sogenannte stoffliche Ansammlungen.

 

Ursachen dieser Störungen sind aus TCM Sicht z.B. eine Leber-Qi-Stagnation oder ein Leber-Blutmangel, Nieren-Yang-Mangel und Kälte im Uterus, Feuchte Hitze mit Bluthitze, Milz-Qi-Mangel + Feuchtigkeit und Schleim. Auch in Kombination oder in Abhängigkeit voneinander können diese Störmuster auftreten.

 

Vor allem der (feuchte) Schleim ist hier von großer Bedeutung, weil er die schwerste Blockade des Qi-Flusses verursacht und zu den starken Schmerzen, Verklebungen der Eileiter und zur Zystenbildung führen kann.

Schleim wird vor allem durch eine falsche Ernährungsweise hervorgerufen.

 

 

Endometriose Behandlung mit TCM + Naturheilkunde

 

Qi und Blut, vor allem im Bauchbereich müssen bewegt und die Stagnation mit Hilfe von Akupunktur, Kräutertherapie, Tuina Behandlung und anderen naturheilkundlichen Anwendungen gelöst werden.

 

Zum einen könnt ihr hier schon einiges selbst umsetzen, wie z.B. Tampons zu elmininieren und stattdessen auf Mentsruationstasse, Periodenunterwäsche oder Binden umsteigen. 

Sex während der Periode sollte vermieden werden, da er zur Stockung der Menstruation führen kann und den freien Qi und Blutfluss stört.

 

Die Ernährung hat in der TCM einen sehr hohen Stellenwert und in diesem Fall auch auf die Endometriose und andere Frauenkrankheiten. Die richtige Ernährung kann  Schmerzen vorbeugen und vorhandene lindern.

 

Der Darmtrakt und die Darmflora spielen hier eine wichtige Rolle. Sind diese im Ungleichgewicht, geschädigt, oder gibt es Unverträglichkeieten, dann ist es sehr wichtig, diese zu behandeln und die vorhandenen Entzündungen zu reduzieren.

Grundsätzlich gilt es auf histaminhaltige Nahrungsmittel zu verzichten. Das sind strak verarbeitete Nahrungsmittel ("Junk Food"), Wurst, Hartkäse, Nüsse und Rotwein.

 

 

 

PMS - PRÄMENSTRUELLES SYNDROM

 

Gehen wir näher auf PMS ein und welches Störmuster sich dahinter verbindet.

 

Was sind die häufigsten Beschwerden?

 

  •  Schwellungen + Spannungen in den Brüsten
  • Wasseransammlung im Gewebe (= Ödeme)
  • Kopfschmerzen + Migräne
  • Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Aggression, Depression, allgemeines Unwohlsein
  • Heißhungerattacken

 

Die Hauptursache für PMS aus TCM Sicht ist die sogenannte Leber-Qi-Stagnation.

 

Die Ursache kann entweder in der Ernährungsweise liegen oder durch äußere Umstände verursacht werden, wie z.B. durch Beziehungsprobleme oder Stress in der Arbeit.

In beiden Fällen können Nahrungsmittel und Kräuter unterstützend wirken, aber gerade bei emotionaler Blockade sollten z.B. über Gesprächstherapie, mehr Zuwendungen oder ein Berufswechsel nachgedacht werden.

 

Eine weitere Ursache für PMS kann ein Mangel an Qi und Blut sein, was aber wiederum zu einer Leber-Qi-Stagnation  führt.

 

Handelt es sich rein um eine Stagnation, sollten die Symptome mit dem Beginn der Menstruation verschwinden.

 

Ist jedoch ein Mangel vorhanden, dann bleiben die Symptome bestehen und können mit dem Einsetzen der Menstruation sogar schlimmer werden. Auch andere Beschwerden  wie Erschöpfung, allgemeine Schwäche oder Kältegefühl können zusätzlich auftreten.

 

 

Was du unbedingt vermeiden solltest:

 

  • Alkohol
  • Tabak
  • Kaffee
  • Zucker
  • gesättigte Fettsäuren (billiges Öl, Margarine), weil dadurch die Stagnation noch verstärkt werden kann
  • billiges Fleisch (enthält Antibiotika + Steroide)
  • zu viel scharfe Gewürze wie Chili, getrockneter Ingwer, Knoblauch und Pfeffer.                                                 Diese sind thermisch heiß, verstärken die Stagnation und trocknen auf Dauer Blut und Säfte aus. Bist du sowieso schon leicht gereizt und kippt deine Stimmung vor und mit der Menstruation, kann scharfes Essen diese negativen Gefühle und Emotionen bis hin zu Aggression und Wutausbrüchen noch verstärken.

 

Handelt es sich also um eine reine Stagnation spricht man von einem sogenannten Fülle-Zustand. Dann solltest du noch auf Folgendes achten:

 

  • Fleisch vermeiden, v.a. Huhn
  • Alkohol vermeiden, vor allem süße Cocktails
  • Milchprodukte vermeiden/reduzieren

 

Was stattdessen öfter auf deinem Speiseplan stehen sollte:

 

  •  leicht scharfe Nahrungsmittel  (= Element Metall, zerstreut Stagnation): Radieschen, Rettich, Brunnenkresse, Sellerie, Artischocken, Auberginen, Petersilie
  • Stagnation befreiende Kräuter:  Ringelblumenblüten, Schafgarbe, Frauenmantel, Pfefferminze, Kamille, Rosenblüten, Orangenblüten, Melisse, Passionsblüten, Jasminblüten, Safran

 

Bei PMS-Beschwerden hilft z.B. dieser Tee:

 

  • 1-2 Tl Fenchelsamen
  • 1 Tl Kümmel
  • 2 Tl Schafgarbe
  • 1/2 Tl Pfefferminze                                                                                           

 

Was sonst noch bei Stagnation hilft:

 

  • Bewegung, Bewegung, Bewegung
  •  Tanzen
  • Kirschkernkissen oder Schafgarbe Umschläge für die Leber ( hilft bei der Entgiftung)

 

Hast du außerdem einen Mangelzustand, dann solltest du ein paar Tage vor deiner Menstruation und auch währenddessen auf Kaffee und Schwarztee verzichten. Alternativ kannst du Himbeer- und Brombeerblättertee + Blut-und Qi-aufbauende Nahrungsmittel genießen, welche folgende sind:

 

  • Karotten, Fenchel, Kartoffel, alle Kohlarten, rote Rüben, Süßkartoffel
  • süßes Getreide wie Dinkel, Grünkern, Hirse und Süßreis
  • chlorophyllreiche Nahrungsmittel wie Spinat, Petersilienblätter und Alfalfasprossen (Luzerne)
  • Blut- und Qi-aufbauend unter den tierischen Nahrungsmitteln sind auch Rindfleisch, Rinds- und Hühnerleber, allerdings nur aus artgerechter Züchtung, also ohne Hormon- und Antibiotikazusätze, die wiederum die Funktion der Leber beeinträchtigen würden.
  • kaltgepreßtes Leinöl, Leinsamen
  • getrocknete Beeren (Bocksdornfrüchte, Heidelbeeren, dunkle Rosinen)
  • Nachtkerzenöl

 

VERMEIDE bitte zu viel Rohkost, da diese kühlend wirkt und die Resorption der Nährstoffe behindert werden. So kann weder ausreichend Qi noch Blut gebildet und aufgebaut werden.

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